Wenn die Tage länger werden und die Temperaturen steigen ist die Zeit reif für die Blumenstars des Sommers. Knollen, Rhizome und Zwiebeln, die im Frühjahr gesetzt wurden, zeigen jetzt ihre schönsten Blüten und machen Ihren Garten zum bunten Blumenmeer. Mit ein bisschen Know-how entwickeln sich Ihre Blumenzwiebeln zu wunderschönen Sommerblühern und mit der richtigen Pflege bringen Sie sie gut durch den Winter.

Die bekanntesten Sorten der Sommerblüher

Während sich die Frühjahrsblüher langsam verabschieden bereiten sich die, im Frühling von Ihnen gesetzten, Zwiebeln und Knollen von Freesien, Anemonen, Dahlien, Callas und Gladiolen auf ihren Auftritt vor. Auch der immergrüne Rhododendron, die meist einjährig gezogene Ringelblume, die kälteresistente Kornblume, die winterharte Schwertlilie, die kurzlebige Lupine und einige Rosenarten, wie die Kartoffelrose, zählen zu den Sommerblühern. Haben Sie im Frühjahr rechtzeitig vorgesorgt, können Sie sich bereits zum Start des meteorologischen Sommers im Juni an wunderschönen Blüten erfreuen. Bei aus den (Sub-)Tropen stammenden Arten wie Calla und Schmetterlingsingwer ist es ratsam sie ab März vorzutreiben, da sie sonst erst im Herbst blühen würden. Neben diesen Arten zählen auch Wandelröschen, Lavendel und Tagetes zu den Stars des Sommers.

Blumenzwiebeln, Knollen und Rhizome

Bei den Sommerblühern unterscheidet man solche, die aus Zwiebeln gezogen werden von Knollen– oder Rhizompflanzen. Bei Zwiebeln handelt es sich um fleischig verdickte Grundblätter eines gestrauchten Sprosses, während Knollen aus verdickten Wurzelteilen entstehen. Bei gleichmäßig verdickten Sprossen spricht man von Rhizomen. Aus Blumenzwiebeln entstehen beispielsweise Montbretien und Lilien-Hybride. Anemonen, Freesien und Gladiolen entwickeln sich aus Knollen und Schmucklilie, Taglilie und Fackellilie gehören zu den Rhizomen.

Wie Sie Sommerblüher einpflanzen

Beim Einsetzen der Zwiebeln, Knollen und Rhizome sollten Sie darauf achten, zwischen den einzelnen Pflanzen, je nach Wuchshöhe, 20 bis 100 Zentimeter Abstand zu halten. Die Mulden für die Zwiebeln und Knollen sollten doppelt so tief sein, wie sie hoch sind. Sofern Sie nicht von Langzeitdünger Gebrauch machen, sollten Sie die Pflanzen düngen, wenn sie eine Größe von 10 Zentimetern erreicht haben. Es empfiehlt sich, nach eigenem Ermessen, kurz vor Sommerbeginn nochmals zu düngen und zum Schutz vor Wühlmäusen kann es ratsam sein, die Wurzeln, Knollen und Rhizome in Pflanzenkörben einzusetzen. Beim Setzen ist auch das Eingießen wichtig, jedoch ist Staunässe zu vermeiden. Wählen Sie für Ihre Pflanzen einen sonnigen Standort und einen nährstoffreichen Boden.

Die richtige Pflege der Sommerblüher

Das Wichtigste in Bezug auf die Pflege Ihrer Sommerblüher ist das regelmäßige Gießen. Gerade in langen Perioden ohne Regen sind die Pflanzen auf Wasserzufuhr durch Sie angewiesen und bei sehr hohen Temperaturen kann es nötig sein, sie zweimal täglich zu gießen. Vermeiden Sie aber Staunässe, denn darauf reagieren die meisten Knollen-, Zwiebel-, und Rhizompflanzen sehr empfindlich. Gießen Sie außerdem nicht, während die Sonne direkt auf die Blumen und deren Blätter strahlt. Bei Langstieligen Pflanzensorten sollten Sie unbedingt darauf achten, dass sie nicht abknicken. Stützen Sie die Sommerblüher falls nötig und entfernen Sie verwelkte Blüten regelmäßig. Auch während der Blütezeit ist es oftmals ratsam zu düngen.

Sommerblüher überwintern

Manche Sommerblüher , wie zum Beispiel die Lilie, können problemlos im Garten überwintert werden. Um diese Pflanzen im nächsten Sommer wieder erblühen zu sehen sollten Sie lediglich die Stängel im Herbst kurz über dem Boden abschneiden und sie mit Reisig vor Kälte schützen. Viele Sommerblüher sind aber nicht im eigentlichen Sinne winterhart. Die entsprechenden Sorten können nicht das ganze Jahr über in der Erde bleiben, sondern müssen von Ihnen im Herbst ausgegraben und in geschützter Atmosphäre überwintert werden. Um die Pflanzen zu überwintern, schneiden Sie die Stängel etwa fünf bis zehn Zentimeter über dem Wurzelhals ab und lassen Sie die ausgegrabene Knolle oder Zwiebel trocknen. Lagern Sie sie dann an einem trockenen, dunklen Ort. Für die Überwinterung von Knollen, Wurzeln und Rhizomen haben sich Holzkisten gut bewährt. Vor dem Wiedereinsetzen im Frühjahr können Sie die Pflanzen auch in Töpfen im Haus vortreiben. Dafür sind Temperaturen um die 15° ideal.

Von gelb über orange bis hin zu rot und lila: Mit der richtigen Pflege und dem Wissen wie Knollen, Zwiebel und Rhizome einzupflanzen und zu überwintern sind, machen Sommerblüher Ihren Garten zwischen Anfang Juni und Ende August zum bunten Blütenmeer.

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  1. A WordPress Commenter Juli 26, 2019

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